Gedenken an Mathilde Jacob

Seit 2004 gedenkt die 6. Abteilung Moabit-Nord jährlich der am 08. März 1873 geborenen Berliner Sozialdemokratin, nach der 1995 der Mathilde-Jacob-Platz vor dem Rathaus Tiergarten benannt worden ist.
Mathilde Jacob war nach 1913 Assistentin und enge Vertraute von Rosa Luxemburg. Während der Inhaftierung Luxemburgs schmuggelte sie Manuskripte aus dem Gefängnis und identifizierte die Leiche der Sozialistin nach der Ermordung 1919. Danach war sie für Paul Levi tätig.
Sie selbst war auch aus der SPD ausgetreten und Mitglied der KPD gewesen, schloss sich jedoch in den 1920er Jahren wieder der Sozialdemokratischen Partei an, zog sich jedoch 1930 aus allen politischen Tätigkeiten zurück. Heute ist ihr die Rettung umfangreicher Teile des Nachlasses von Rosa Luxemburg während des Nationalsozialismus. 1942 wurde die Jüdin ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie am 14. April 1943 starb.
An der Würdigung nahmen unter anderem die neu gewählte Kreisvorsitzende der Jusos, Ariane Giesler, die Beisitzerin im Kreis- und Abteilungsvorstand Rosemarie Thölken, die Abgeordnete Jutta Leder unddie stellvertretende Vorsitzende der 6. Abteilung, Alexandra Nouri teil (von links nach rechts).




